Film: Die Migrantigen

 

Benny und Marko sind beste Freunde und waschechte Hipster. Benny ist Schauspieler und entnervt, dass er dank sogenanntem Migrationshintergrund beim Vorsprechen nur bis zum arabischen Taxifahrer kommt, egal wie akzentfrei sein Leben verläuft.

Marko arbeitet in der Werbung, die Auftragslage ist mau, der Inkassoservice wartet schon. Um seinen alten Vater, der in seiner zugemüllten Wohnung im Rollstuhl sitzt, kümmert sich Benny öfter als Marko selbst. Marko isst vegetarisch, trägt Glatze, Bart und Pullis in Testbildfarben, seine Freundin Sophie ist schwanger. 1.200 Euro für einen Kinderwagen erscheinen ihm viel, sein Fahrrad war ihm das Dreifache wert.

Der Zufall führt diese beiden Helden vor die Kamera von TV-Redakteurin Marlene Weizenhuber, die gerade auf der Suche nach einer Story den Bezirk Rudolfsgrund durchforstet. Wo ist der Culture-Clash? Wo sind die Härtefälle? Wo brennt es im sozialen Gefüge? Aus Neugier und Jux vollziehen Benny und Marko vor laufender Kamera eine wunderbare Wandlung zu Omar Sharif und Tito, zwei Kleinkriminellen, die mit allen Wassern gewaschen sind. Und während die beiden durch die Erfüllung dieser Erwartungen und Vorurteile die Serie zum Erfolg machen, setzen sie sich gleichzeitig zum ersten Mal mit Integrationsgeschichten und-schicksalen auseinander – auch mit ihren eigenen … eine politisch unkorrekte Komödie über moderne Klischees, falsche Identitäten und »echte« Ausländer*innen – falls es die überhaupt gibt.

 
Materialheft:
Gliederung 2018
Weitere Informationen:

Verleih: Camino Filmverleih GmbH
Kontakt: info@camino-film.com

Weitere Infos: www.diemigrantigen.de