Bundesweit Aktiv für die Zivilgesellschaft: Das Bündnis für Demokratie und Toleranz

 
Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt

Die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements und die Förderung der Zivilgesellschaft durch die Ermutigung möglichst vieler Menschen, sich für unsere Demokratie zu engagieren, sind die erklärten Ziele des Bündnisses für Demokratie und Toleranz.

Gegründet wurde das Bündnis nach mehreren fremdenfeindlichen Übergriffen in Deutschland am 23. Mai 2000, dem Tag des Grundgesetzes, von den Bundesministerien des Innern und der Justiz, um Verbänden, Initiativen, Vereinen und Einzelpersonen einen bundesweiten Ansprechpartner und Impulsgeber zur Seite zu stellen. Die Geschäftsstelle ist seit 2011 Teil der Bundeszentrale für politische Bildung.

Themenschwerpunkte des BfDT sind die Bereiche Demokratie, Extremismus, Toleranz, Integration, Gewaltprävention und Antisemitismus. Die Koordination und Vernetzung von Initia­tiven und Verbänden, die sich lokal und auch überregional für Zivilcourage und Demokratieförderung engagieren, ist eine Hauptaufgabe des BfDT. Das Bündnis fungiert als Ansprechpartner für Projekte und Initiativen, wenn es um Beratung, die Vermittlung von Experten oder inhaltliche Unterstützung geht. Als Impulsgeber entwickelt es mit unterschiedlichen Akteuren eigene Angebote und Formate, die praxisorientierte Lösungsansätze vermitteln, weiterentwickeln und öffentlich machen. So organisiert das BfDT bundesweite Fachtagungen, bei denen sich ehrenamtlich Engagierte austauschen können.

Um das Demokratieverständnis bei Jugendlichen zu stärken und sich für deren vielfältiges Engagement öffentlich zu bedanken, veranstaltet das BfDT einmal im Jahr einen Jugendkongress, bei dem sich die Teilnehmenden in Workshops mit dem Thema Demokratie befassen. Das Serviceportal »Demokratie vor Ort« (www.demokratie-vor-ort.de) informiert über konkrete Partizipationsmöglichkeiten bei regionalen Initiativen und Projekten, die sich zivilgesellschaftlich für eine lebendige Demokratie und gegen Rechtsextremismus und Gewalt engagieren und unterstützt mit Tipps und praktischen Hilfestellungen beim ehrenamtlichen Engagement.

Im Wettbewerb »Aktiv für Demokratie und Toleranz« zeichnet das BfDT jedes Jahr vorbildliche und nachahmbare Projekte aus. Die Ehrung ist mit bis zu 5.000 Euro dotiert und soll besonders kleine Initiativen unterstützen und einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen, um weitere Menschen zu motivieren, sich selbst zu engagieren. Acht Preisträger des Wettbewerbs möchten wir Ihnen im Folgenden als Beispiele Guter Praxis genauer vorstellen (s. Links im rechten Abschnitt).