Ausstellung: Angsträume - Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen

 

Die als Wanderausstellung konzipierte Dokumentation basiert auf 15 Fällen rechter Gewalt in Thüringen. Das Anliegen der Ausstellung ist es, für die Alltäglichkeit rechter Gewalt zu sensibilisieren. Einige Formen von Gewalt werden dauerhaft, andere subtiler oder bedrohlicher ausgeübt. Das trägt dazu bei, dass viele Fälle keine Öffentlichkeit erfahren. Rechte Gewalt ist häufig alltäglicher und weiter verbreitet, als die öffentliche Darstellung vermuten lässt.

Für die Betroffenen bedeuten Angriffe – in welcher Form auch immer – tiefe Einschnitte in ihr vertrautes Leben. Es entstehen subjektiv wahrgenommene »Angsträume«, die sowohl individuell erlebt werden, sich teilweise aber auch für ganze Gruppen zu einem permanenten Szenario der Bedrohung herausbilden.

Besonders schwierig wird es, wenn Menschen aus Motiven der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in der Kneipe, im Supermarkt oder in den eigenen vier Wänden angegriffen werden und die persönliche Lebenswelt so zu einem »Angstraum« wird.

 
Materialheft:
Gliederung 2013
Weitere Informationen:

■ Die Ausstellung besteht aus 18 Schautafeln, die mit oder ohne neun Stellwände aufgebaut werden können, sowie einer Audiostation. Die Stellwände sind je einen Meter breit und zwei Meter hoch. Vor Ort wird für die Dauer der Ausstellung ein_e Ansprechpartner_in benötigt, der/die für Auskünfte und Rückfragen zur Verfügung steht. Die Ausstellung kann ausgeliehen werden.
■ Kontakt:
Jürgen Wollmann
Mobile Beratung für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt Bund evangelischer Jugend in Mitteldeutschland (bejm)
Tel.: 03 62 02 / 7 71 35 10
juergen.wollmann@bejm-online.de
www.ezra.de