"La Pirogue" - Drama über die Flucht von 30 Afrikanern übers Meer auf die Kanarischen Inseln

 

„La Pirogue" (Die Piroge), der neue Film des senegalesischen Regisseurs Moussa Touré, erzählt die Geschichte einer Gruppe von Senegalesen, die sich in einem Fischerboot auf den Weg nach Europa machen.

Am Rande eines traditionellen Ringwettkampfs werden die Bedingungen für die Überfahrt verhandelt. Als Kapitän soll Baye Laye die Verantwortung für die 30 Männer übernehmen, darunter auch sein Bruder, der hofft, in Europa Karriere als Musiker zu machen. Die Gruppe, die sich in der Enge des Bootes zusammenfindet, ist bunt gemischt. Männer verschiedener Ethnien, die nicht die gleiche Sprache sprechen und zum Teil noch nie das Meer gesehen haben, treffen dort aufeinander. Als blinder Passagier bringt eine Frau Unruhe unter die Reisenden. Und unterschiedlich sind auch die Hoffnungen und Wünsche, die jeder Einzelne mit Europa verbindet.

Nur Kapitän Baye Laye weiß, wie gefährlich die Überfahrt wirklich ist. Nicht wenige Boote sind von der Strömung in die Weiten des Atlantischen Ozeans getrieben worden und haben ihr Ziel nie erreicht. Und so nimmt die Piroge ihre Reise auf. Erscheint sie zunächst groß und gut ausgerüstet, ist sie bald nur noch ein winziger Punkt in den Weiten des Ozeans.

Moussa Touré, der mit seinem Film „TGV-Express“ schon einen erfolgreichen Film im deutschen Kino hatte, greift in seinem neuen Film ein hochaktuelles Thema auf. Die Geschichten der Reisenden, die er in packenden Bildern erzählt, öffnen gleichzeitig den Blick auf die Geschichten all jener unzähligen Afrikaner, die sich mit ebenso großen Hoffnungen auf den Weg nach Europa gemacht haben und deren Schicksal ähnlich hätte verlaufen können.

Der Film startet am 18. April 2013 in deutschen Kinos. Er erhielt 2012 beim Filmfest München mit dem ARRI-Preis Bester Internationaler Film und den Hauptpreis beim Filmfestival Karthago. Im Februar 2013 wurde er beim Panafrikanischen Filmfestival in Ouagadougou mit dem Bronzenen Yenenga geehrt."Die Piroge" wurde als Film des Monats April 2013 der Jury der Evangelischen Filmarbeit ausgezeichnet.

Finanziell gefördert wurde der Film vom Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED)

 
Jahr:
2013
Weitere Informationen:

Herkunft: Frankreich, Senegal, 2012
Länge: 87 min.
Themen: Migration, Arbeit / Wanderarbeit, Armut / Reichtum, Exil / Flüchtlinge, Menschenrechte, Solidarität, Globalisierung

Der Film steht im DCP-Format für die Kinoauswertung zur Verfügung.
Für weitere Informationen (Terminabsprachen, Kosten) wenden Sie sich bitte an uns info@ezef.de oder Tel.: +49(0)711.2847285 (Herr Wolpert).
Die DVD-Herausgabe des Films ist für Ende des Jahres in Vorbereitung.
Pressematerial finden Sie auf der Homepage des Evangelischen Zentrums für Entwicklungsbezogene Filmarbeit unter unter der Rubrik Presse.