Gemeinsam sind wir stärker! - Das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt

 

Nach Übergriffen durch Rechtsextreme ist die öffentliche Empörung über alle Parteigrenzen hinweg regelmäßig groß. Vielfach werden auch zentral eingeleitete Gegenmaßnahmen gefordert, um Aktivitäten von Rechtsextremisten entgegenzuwirken. Besonders wichtig für die erfolgreiche und nachhaltige Arbeit gegen Rechtsextremismus ist aber das Engagement regionaler und lokaler zivilgesellschaftlicher Initiativen und Netzwerke gegen Rechtsextremismus, die häufig mit hohem Einsatz und viel ehrenamtlichem Engagement gegründet werden und sehr aktiv und wirksam daran arbeiten, vor Ort öffentlich sichtbar Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen.

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) setzt sich für eine starke, demokratische und tolerante Zivilgesellschaft ein. Um das zu erreichen, sammelt, koordiniert und vernetzt das BfDT zivilgesellschaftliche Projekte und Initiativen. Nicht nur Projekte, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren, werden unterstützt, sondern auch andere Themenfelder wie beispielsweise Toleranz, Gewaltprävention und Integration spielen beim BfDT eine große Rolle. Dabei arbeitet es stets dezentral und mit großen und kleinen Kooperationspartnern zusammen. Auch Öffentlichkeitsarbeit für die wichtige Arbeit der Initiativen war und ist eine Hauptaufgabe des BfDT, das am Tag des Grundgesetzes, dem 23. Mai, im Jahre 2000 von den Bundesministerien des Innern und der
Justiz gegründet wurde. Das bundesweite Bündnis zeichnet jedes Jahr rund 80 Projekte und Initiativen im Wettbewerb »Aktiv für Demokratie und Toleranz« aus, die beispielhaft für viele andere gelungene Projekte stehen und als Vorbild für weitere Projekte dienen können. Diese Best-Practice-Beispiele werden mit einer Gewinnsumme von bis zu 5.000 € prämiert. Ziel ist dabei, den oft kleinen Vereinen und Initiativen die Möglichkeit zu bieten, weitere Projekte auf die Beine stellen zu können. Gleichzeitig wird eine öffentlichkeitswirksame Plattform für diese Vereine und Initiativen geschaffen.

Ebenso wichtig ist die Durchführung von Veranstaltungen, die im Laufe der Zeit eine immer größere Öffentlichkeit erreichen. Ein Beispiel dafür ist das gemeinsam mit der Stadt Wunsiedel und dem bayrischen Bündnis für Demokratie und Toleranz organisierte Wunsiedler Forum, das 2012 schon zum fünften Mal stattfand. Dieses Forum bietet jedes Jahr engagierten und interessierten Menschen aus ganz Bayern die Möglichkeit, sich auszutauschen, zu vernetzen und gemeinsam Ideen für die Stärkung einer toleranten Zivilgesellschaft zu entwickeln.

Um Rechtsextremismus, Rassismus und menschenfeindlichen Einstellungen entgegenzuwirken ist die Stärkung unserer Demokratie sehr wichtig. Deswegen organisiert das BfDT jedes Jahr einen Jugendkongress, bei dem rund 400 Jugendliche in Workshops und Außenforen alles rund um das Thema Demokratie erfahren können. Am Tag des Grundgesetzes werden auch Menschen, die sich besonders für Demokratie und Toleranz eingesetzt haben, als Botschafter geehrt. 2012 waren dies u.a. Barbara John, Ombudsfrau der Bundesregierung zur Betreuung der Hinterbliebenen der Opfer des NSU, und Esther Bejarano, die als   Mitbegründerin und Vorsitzende des deutschen Auschwitz-Komitees viel für die Sensibilisierungder Öffentlichkeit getan hat, sowie Eddy Münch, der ehrenamtlich Beauftragter für gesellschaftliche Entwicklung im Vorstand des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) ist und das Projekt »Schleswig-Holstein kickt fair« entwickelte, das gegen Antidiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und für Integration eintritt.

Die Veranstaltungen und Projekte, die das BfDT bundesweit durchführt oder unterstützt, dienen der Stärkung von Demokratie und zivilgesellschaftlichem Engagement. Im Materialheft zur IKW werden dieses Jahr sechs Initiativen vorgestellt, die sich beispielhaft und erfolgreich gegen Rassismus, Rechtsextremismus und menschenfeindliche Einstellungen engagieren.

 
Materialheft:
Gliederung 2013
Weitere Informationen:

■ Kontakt: Bündnis für Demokratie und Toleranz, Friedrichstraße 50, 10117 Berlin, buendnis@bpb.bund.de, www.buendnis-toleranz.de
___________________________

Das BfDT stellt sechs Initiativen vor, die sich beispielhaft und erfolgreich gegen Rassismus, Rechtsextremismus und menschenfeindliche Einstellungen engagieren: