Begegnungen auf Augenhöhe – Die Kinder- und Jugendfilmwerkstatt der Evangelischen Kirchengemeinde beim 3. Interkulturellen Fest in Burscheid

 

Was ist interkulturell? Haben Sie Freunde, die aus anderen Ländern kommen? Pizza, Döner oder Bratwurst – was bevorzugen Sie?

Dies und einiges mehr haben Jugendliche der Kinder- und Jugendfilmwerkstatt der Evangelischen Kirchengemeinde Burscheid Organisatoren,  Besucher und auftretende Künstler des Interkulturellen Festes gefragt. Ihre Interivews haben sie filmisch festgehalten. Geantwortet hat unter anderem der Burscheider Bürgermeister und die Pfarrerin Annerose Frickenschmidt. Es sind insgesamt vier Filmbeiträge zwischen 2 und 10 Minuten entstanden, die auf You Tube zu sehen sind: Playlist unter http://www.youtube.com/watch?v=l46ygTd8Lq4&list=PLcRNIR8FjLRjDoYqgTeonmqdIgbAXk8Kw.
 


Was bedeutet für Sie interkulturell? Gleich die erste Frage der Kinder- und Jugendlichen aus der Filmwerkstatt ließ manchen Burscheider grübeln. Begegnung von Menschen unterschiedlicher Herkunft, gemeinsames Feiern, Kommunikation auf Augenhöhe – das waren die meistgehörten Antworten. Dass es in Burscheid mit dem Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen recht gut klappen würde, war zu erfahren. Dazu trügen auch die gemeinsamen Aktivitäten von Vereinen, Kirchen und Moscheegemeinde bei.

Neben viel Positivem war Nachdenkliches zu hören. So müsse man beständig am guten Miteinander arbeiten. Dazu sei viel gegenseitige Toleranz nötig. Auch die Tagespolitik war Thema. Religiöser Fanatismus sei die größte Gefahr für ein friedliches Miteinander.

Den Kindern und Jugendlichen fiel auf, dass die Antworten deutscher Interviewpartner vielfach mahnender ausfielen als die der Burscheider mit ausländischen Wurzeln. Auskunftsfreudig waren sie alle. Mancher der Befragten schien auch von der Ernsthaftigkeit der jungen Interviewer beeindruckt. Mehrfach gab es Lob von den Erwachsenen dafür.

Die Fragen hatte Sven Greßner aus der Kinderfilmwerkstatt mit ausgearbeitet. „Kurz und knackig sollten die sein – und nicht mit ja oder nein zu beantworten, damit man ganze Sätze formulieren muss.“ Das wusste Sven bereits von früheren Befragungen. Beim Interkulturellen Fest führte Sven, ebenso wie Alexander Grothuis aus der Jugendfilmwerkstatt, die Kamera. Ann-Katrin Tzschaschel stellte die Fragen zu den von Sven gefilmten Interviews, Joachim Mebus begleitete Alexander mit dem Mikrofon.

Eine filmische Collage mit Statements von Festbesuchern kann auf der YOUTUBE-Seite der Kinder- und Jugendfilmwerkstatt angesehen werden, dazu drei Einzelinterviews mit Bürgermeister Stefan Caplan, Imam Erdal Sayar von der türkisch-islamischen Gemeinde und Pfarrerin Annerose Frickenschmidt, die die Veranstaltung als Vorsitzende des Vereins KiB (Kulturen in Burscheid) mit organisierte.

Die in den Interviews gestellten Fragen:

1.) Was bedeutet für Sie interkulturell?
2.) Wie klappt es mit dem interkulturellen Zusammenleben in Burscheid? Wo funktioniert es gut, wo weniger?

3.) An Deutschstämmige: Haben Sie Freunde, die aus anderen Ländern kommen? Wenn ja: Woher kommen die?
An Zugewanderte: Haben Sie deutsche Freunde? Wie und wo haben Sie diese kennengelernt?

4.) Warum ist ein solches Fest wichtig?

5.) Pizza, Döner oder Bratwurst – was bevorzugen Sie?

Die Interviews waren Teil der „Aktion Stadtreporter“, seit vergangenem Jahr ein neuer Baustein der medienpädagogischen Arbeit in der Evangelischen Kirchengemeinde.

Kontakt:
Bernd G. Schmitz (Leiter der Filmwerkstatt)
Journalistische Texte und Bilder
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