Foto-Wanderausstellung: Die vergessenen Flüchtlinge Südosteuropas

 

Das Flüchtlingslager Konik in Montenegro

Am Rande von Podgorica, der Hauptstadt Montenegros, leben sie inmitten von Müll. Es sind die vergessenen Flüchtlinge Südosteuropas, Roma aus dem Kosovo, die infolge des Konfliktes 1999 fliehen mussten.

Die Roma sind – nicht nur in Montenegro – eine stigmatisierte und ausgegrenzte Ethnie. In Podgorica ist es jedoch besonders schwer, aus der Perspektivlosigkeit auszubrechen.

Rund 1.200 Roma leben im Camp Konik I, das nur einen Teil des gleichnamigen Stadtteils ausmacht. Am Rande einer Mülldeponie leben Familien auf dem Müll und mit dem Müll. Sie versuchen, Verwertbares in den Abfällen zu finden, um damit Geld zu verdienen. Arbeit zu finden ist schwer, auch aufgrund eines ungeklärten Aufenthaltsstatus.

Der Zugang zu medizinischer Versorgung fehlt dadurch ebenso. Die Roma im Camp leben von der Hand in den Mund. Die Familien sind traditionell geprägt, Mädchen dürfen kaum das Haus verlassen, heiraten früh – manche schon mit 12 oder 14 Jahren.

Bis zum Sommer 2012 lebten die Familien in ärmlichen, selbst gezimmerten Holzbaracken. Dann gab es aufgrund der großen Hitze in Montenegro einen Großbrand, ein Großteil der Baracken wurde zerstört. Über Nacht wurden Zelte aufgebaut, in denen die Hitze tagsüber jedoch auf 50 bis 60 Grad stieg und es noch unerträglicher wurde. Jetzt wohnen die Familien übergangsweise in Containern.

 
Materialheft:
Gliederung 2014
Weitere Informationen:

Die Flüchtlingsausstellung von Help – Hilfe zur Selbsthilfe ist als Wanderausstellung konzipiert und kann deutschlandweit kostenfrei gebucht werden.

Kontakt und weitere Informationen zur Ausstellung:
Bianca Kaltschmitt
Tel.: 0228 / 915 29 11
kaltschmitt@help-ev.de
www.help-ev.de/aktionen-events/ausstellung-fluechtlinge