Los Heimat los.- Lesung mit flüchtigen Worten und Musik

 

»Ich bin acht Jahre. Ich bin eine K. und eine Deutsche. Ich hab’ keine deutschen Papiere, aber ich fühl’ so. Unser Hund ist aus Bulgarien. Aber der hat Papiere. Das ist der einzige in der Familie mit EU-Aufenthaltsrecht. Gell, Alter. Wuff.«

In der Lesung kommen Menschen ohne Papiere in Deutschland zu Wort. Hier wird nicht über sie geredet, sondern sie erzählen selbst von ihrem Alltag, ihren Sehnsüchten und Ängsten. Dabei werden Interviews mit Statuslosen verwendet, die in der hr-iNFO Serie »Ohne Papiere – Leben in der Illegalität« gesendet und dann zu künstlerischen Texten verarbeitet wurden.

Gleichzeitig wird nämlich die Frage nach der Heimatlosigkeit in der eigenen Heimat gestellt. Wie lebt es sich, wenn man in eine Art »inneres Exil« abgewandert ist?

Denn die Angst vor sozialem Abstieg, die Angst davor, von Freunden abgeschoben zu werden, die Angst, den Status nicht mehr halten zu können, die Angst, nicht mehr dazuzugehören … sind allgegenwärtig in Stadt und Land.

Geschichten Illegaler und Legaler sind in »los heimat los.« mit einander verwoben. Ein akustisches Portrait über die Be­din­gungen von Menschsein im Heimatlosen entsteht.

Die Theaterregisseurin und -performerin Regina Wenig und Radiomoderator Ulli Höhmann erzählen, dazu spielt Martin Lejeune Jazzgitarre.

 
Materialheft:
Gliederung 2014
Weitere Informationen:

Dienstag, 20. Mai, 17 Uhr bis 19 Uhr: Hauptbahnhof Darmstadt, Infopoint

„Worte auf der Flucht / los heimat los.“ findet Asyl am Infopoint des Hauptbahnhofs Darmstadt - eine theatrale Expedition zu heimatlosen Worten und Texten (von Regina Wenig)
sie putzen, spülen teller, hüten kinder, füttern alte, kurz, kümmern sich um unsere höchsten güter: kinder, alte eltern, essen, wohnen....kurz, sie sind illegal.
Das Projekt setzt sich mit den Themen Illegalität/ Flucht/ Heimat auseinander. Dabei greift es auf Interviews zurück, die im Rahmen der hr-info Serie „Ohne Papiere in Hessen. Leben in der Illegalität.“ im März letzten Jahres ausgestrahlt wurden.
Gleichzeitig stellt sich das Projekt die Frage nach der Heimatlosigkeit in der eigenen Heimat. Wie lebt es sich, wenn man in eine Art „inneres Exil“ abgewandert ist?


Die Lesung ist bundesweit buchbar.
Kontakt:
Regina Wenig
Tel.: 0173 / 244 25 14
reginawenig1@web.de