Töchter des Aufbruchs, Lebenswege von Migrantinnen - ein Film von Uli Bez

 

Es sind drei Gruppen, mit denen die Filmemacherin Uli Bez gesprochen hat: die klassischen »Gastarbeiterinnen« der 60er Jahre, die Gruppe der politischen Flüchtlinge z.B. aus dem Irak oder dem Libanon und die jungen Frauen, die aus den großmütterlichen und mütterlichen Wurzeln ihre kreative Kraft schöpfen. Mit Charme und Tiefgang erzählen die Frauen ihre oft abenteuerlichen Geschichten. Es sind Geschichten von der beharrlichen Anstrengung, Brücken zwischen den Kulturen zu bauen. Sie verhehlen auch nicht, dass es einen bleibenden Schmerz gibt: wenn die Kinder daheim im Dorf bleiben mussten und heute der Mutter entfremdet sind, wenn die Familie aufgrund der politischen Verhältnisse zerrissen ist, wenn das Gefühl von Heimatlosigkeit nicht verschwinden will.

Dennoch – der Aufbruch aus Perspektivlosigkeit oder politischer Verfolgung ist ein Ausbruch aus traditionellen Lebenswelten, beflügelt von Freiheitsliebe und Sehnsucht nach Selbstbestimmung und Demokratie. Es sind kraftvolle Erfolgsgeschichten, gerade wenn die jungen Frauen aus der »Enkelinnenperspektive« berichten. Mit Leichtigkeit und Scharfsinn rücken sie das Zerrbild von den angeblich schwer Integrierbaren zurecht, das heute noch in vielen deutschen Köpfen und in den Medien spukt.

 
Materialheft:
Gliederung 2014
Weitere Informationen:

www.toechterdesaufbruchs.de

Kontakt: ulrike@bezmedien.com

Wenn Sie diesen Film im Rahmen einer Veranstaltung der IKW öffentlich vorführen möchten, nehmen Sie bitte vorab Kontakt zur Filmfirma auf. Wir empfehlen im Anschluss an den Film die Gelegenheit zu einer moderierten Diskussion zu organisieren.