Kunst: »Raum für Gedanken« - Eine interaktive Kunstinstallation im öffentlichen Raum

 

Ein mobiles Wohnzimmer reist durch verschiedene Orte, um Gedanken über Flüchtlinge und Nachbarschaft aufzuspüren. Welche Herausforderungen und Chancen bringt das interkulturelle Wohnen in räumlicher Nähe?

Das Projekt soll den Annäherungsprozessen zwischen Alteingesessenen und neu ankommenden Menschen unterstützen und zum Abbau von bewussten und unbewussten Vorurteilen beitragen und somit die Stärkung des Gemeinsinns und die Verbesserung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts anregen.

Der Raum wird an öffentlichen Orten temporär für jeweils einige Tage aufgebaut. Die Besucher werden eingeladen, auf einer alten Schreibmaschine Meinungen und Gedanken zum Thema Flucht, Asyl und Nachbarschaft zu formulieren. Parallel dazu werden fotografische Portraits angefertigt.

Gesammelte Bild- und Textmaterialien werden für eine spätere Ausstellung und Publikation aufbereitet. Bild und Text bleiben dabei anonym und werden einander nicht zugeordnet. Geplant ist, im Laufe des Jahres den »Raum für Gedanken« an unterschiedlichen öffentlichen Orten bundesweit aufzustellen und Gedankenblätter und fotografische Portraits der Mitmenschen zu sammeln. Ziel ist es, Formen und Sichtweisen über die Herausforderungen des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion in eine öffentliche Debatte zu bringen, um kontinuierliche Bewusstseinsbildung und interkulturelle Auseinandersetzung für ein toleranteres Miteinander anzuregen und die Integration von Flüchtlingen kreativ zu unterstützen.

 
Materialheft:
Gliederung 2015
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