Bundesweite Vorbereitungstagung der Interkulturellen Woche 2013: "Wer offen ist, kann mehr erleben."

 

Am 22. und 23. Februar hat die bundesweite Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche 2013 in Berlin erfolgreich mit ca. 140 Teilnehmenden stattgefunden.


Hier sehen Sie das aktualisierte Tagungsprogramm (Stand 23.2.2013; 12.00 Uhr) samt Links auf die Referierenden bzw. die von ihnen vertretenden Organisationen. Aus einigen AGs liegen uns Arbeitsunterlagen vor, die wir hier eingestellt haben. Der Audio-Mitschnitt der Podiumsdiskussion am Freitagabend "Rassismus bekämpfen – aber wie?" steht ebenfalls zur Verfügung. Die Themen der Tagung werden im Materialheft zur IKW 2013 aufgegriffen. Dieses erscheint Ende Mai/Anfang Juni und ist bei uns bestellbar.

Freitag, 22. Februar 2013
12.30 Uhr: Anmeldung, Begrüßung, Markt der Möglichkeiten
13.15 Uhr: Begrüßung
13.30 Uhr: Rassismus in Deutschland – Kein Thema?!
Prof. Dr. Klaus J. Bade 
(Ein Interview mit Prof. Bade wird im Materialheft 2013 abgedruckt werden. Im März 2013 erschien sein neuestes Buch "Kritik und Gewalt. Sarrazin-Debatte, ‚Islamkritik‘ und Terror in der Einwanderungsgesellschaft", Wochenschau Verlag, Schwalbach i. Ts.)

15.00 Uhr: Arbeitsgruppen zum „Wer offen ist, kann mehr erleben.“

AG 1: Rassismus und Rechtsextremismus entgegentreten

Moderation: Timo Reinfrank, Amadeu Antonio Stiftung, Berlin

AG 2: Strategien gegen Rechts in der Kirche

Moderation: OKR Thorsten Leißer, Kirchenamt der EKD, Hannover

AG 3: Diskriminierung bekämpfen

Moderation: Johannes Brandstäter, Diakonie Deutschland - Evangelische Bundesverband, Zentrum Migration und Soziales

AG 4: Ausgrenzung von Flüchtlingen beenden

Moderation: Stefan Schohe, Deutsche Bischofskonferenz, Nationaldirektor für die Ausländerseelsorge, Bonn

AG 5: Zur rechtlichen Ausgestaltung des humanitären Aufenthaltes

Moderation: Günter Burkhardt, ÖVA zur IKW, Frankfurt/M.

AG 6: Säkularität und Religiosität in der Einwanderungsgesellschaft

Moderation: Dr. Georgios Basioudis, Griechisch-Orthodoxe Kirchengemeinde, Mannheim

AG 7: Mehrstaatigkeit als Normalität

Moderation: Volker Roßocha, Deutscher Gewerkschaftsbund, Berlin

18.00 Uhr: Friedensgebet der Religionen

20.00 Uhr: Rassismus bekämpfen – aber wie? - AUDIO-Mitschnitt (ca. 1 h)

Tahir Della, Bundesvorstand der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V.
Dr. Sergey Lagodinsky, Rechtsanwalt und Publizist
Yavuz Narin, Rechtsanwalt

Moderation: Andreas Lipsch, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, Frankfurt/M.

Samstag, 23. Februar 2013

8.45 Uhr: Morgenandacht
Georg Hupfauer, Bundesvorsitzender, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, KAB Deutschlands e.V.

9.00 Uhr: Partizipation verwirklichen – Flüchtlinge schützen - Rassismus bekämpfen - Was haben die im Bundestag vertretenen Parteien vor?

  • Stefan Mayer, MdB, CDU/CSU
  • Angelika Graf, MdB, SPD
  • Dr. Stefan Ruppert, MdB, FDP (bzw. Vertreter)
  • Sevim Daḡdelen, MdB, Die Linke (erkrankt)
  • Josef Winkler, MdB, Bündnis 90/Die Grünen

9.45 Uhr: Wir fragen nach!: Arbeitsgruppen mit den anwesenden Politikerinnen und Politikern

11.00 Uhr: Impulse und Perspektiven für die IKW 2013:

  • Gabriele Erpenbeck, Vorsitzende
  • Andreas Lipsch, stellv. Vorsitzender
  • Günter Burkhardt, Geschäftsführer

11.45 Uhr: Ende der Tagung

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Wer offen ist, kann mehr erleben.
Dies ist das Motto der Interkulturellen Woche 2013. In rund 500 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland wird die Interkulturelle Woche mittlerweile mit mehr als 4.500 Veranstaltungen begangen.

Offen sein für Andere, dies ist eine Bereicherung des eigenen Lebens. Deutschland präsentiert sich immer wieder als weltoffenes, in die Zukunft gewandtes Land. Rassistische und ausgrenzende Haltungen sind aber in Deutschland weit verbreitet. Dies belegen seit Jahren verschiedene Studien. Das Gegenmodell zu einem weltoffenen, in Europa eingebetteten Deutschland ist eine Rückkehr zu national staatlichem Denken. Abgrenzung, Abschottung und Ausgrenzung sind in verschiedenen Lebensbereichen wahrnehmbar.

Wir setzen die Vielfalt der interkulturellen Gesellschaft in Deutschland mit all ihren Anforderungen den Bestrebungen nach einer vermeintlich homogenen nationalen Einfalt entgegen.

Die Herausforderungen von Flucht, Migration und Integration sind wegweisende Fragestellungen in Deutschland und Europa. Die Vorbereitungstagung stellt zentrale Themen und Perspektiven zur Diskussion. Abgeordnete des Deutschen Bundestages werden deshalb darüber diskutieren, welche Rahmenbedingungen für das gleichberechtigte Zusammenleben die Politik zu setzen hat.

Ökumenischer Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche