Im Totengedenken vereint - 13 Glaubensgemeinschaften und Initiativen erinnerten an Menschen, die ihr Leben auf der Flucht verloren

 

In diesem Jahr sind bereits mehr als 3.000 Menschen beim Versuch ums Leben gekommen, über Afrika und Asien nach Europa zu gelangen. Sie starben bei der Überfahrt über das Mittelmeer, in der Wüste oder gefoltert und ermordet von skrupellosen Schlepperbanden im mittleren und nördlichen Afrika. In Krefeld wollten das viele Bürger aus unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften nicht schweigend hinnehmen und trafen sich im Rahmen der Interkulturellen Woche 2018 zu einem interreligiösen Totengedenken  auf dem Platz vor der Alten Kirche. Sie empfanden es als ihre moralische und ethische Pflicht, den Toten wenigstens im Gedenken einen Platz zu geben.

Die Mitglieder von 13 Glaubensgemeinschaften und weiteren Initiativen brachten dort mit Gebeten oder Fürbitten ihre Anteilnahme zum Ausdruck. Nach jedem Beitrag zündete der jeweilige Sprecher eine Kerze an. Besonders bewegend war, als eine Frau aus Syrien und ein Eritreer ihre Flucht und Beweggründe dafür sowie ihre Bitten für ihre Zukunft schilderten. Zum Abschluss wurde gemeinsam das Gebet der Vereinten Nationen gesprochen. Instrumentalisten und eine Chorgruppe begleiteten die Veranstaltung musikalisch. Anschließend wurde von vielen die Möglichkeit für Gespräche bei Brot, Käse Oliven und Wasser bis zum Einbruch der Dunkelheit genutzt.

Die Veranstaltenden zogen ein positives Fazit der Aktion: „Dass bei der derzeitigen politischen Stimmungslage in unserer Bevölkerung so viele Menschen teilgenommen haben, freut uns sehr und bestärkt unsere Hoffnung, dass wir in unserer Stadt auch in Zukunft ein friedliches, respektvolles Miteinander gelebt werden kann.“

Beteiligt waren:

  • Der Flüchtlingsrat Krefeld e.V.
  • Amnesty International
  • das Bündnis für Toleranz und Demokratie
  • die Katholische und Evangelische Kirche
  • die Altkatholiken
  • die Türkisch-Islamische Union Krefeld
  • die Jüdische Gemeinde Krefeld
  • das Allevitische Zentrum Krefeld
  • die Hindu Gemeinde
  • die Ba’hai Gemeinde
  • und der eritreische Kulturverein
 
Jahr:
2018
Weitere Informationen:

Kontakt:
Dr. Andreas Henkelmann
Pastoraler Mitarbeiter
Büro der Regionaldekane für die Regionen
Krefeld und Kempen/Viersen
Dionysiusplatz 22
47798 Krefeld
Tel. 02151/65686-13