Arbeitsgruppe 7: Kirche und Gemeinde als Heimatorte – Interkulturelle Öffnung in den Gemeinden

 

Die Kirchen erfüllen vor dem Hintergrund zunehmender kultureller Vielfalt wichtige Aufgaben für das gesellschaftliche Zusammenwachsen der neu Dazukommenden und der schon länger hier Ansässigen.

Was bedeutet Kirchesein in einer pluralen Einwanderungsgesellschaft? Wie gehen Gemeinden mit der inner-kirchlichen Vielfalt um? Das fängt bei der Sprache an und hört bei Traditionen und Gebräuchen von Christinnen und Christen aus anderen Ländern und Erdteilen noch lange nicht auf. Wie stehen die Chancen für die Menschen mit Migrationsgeschichte, im Bereich geistliches Amt und anderen Berufen mitzuarbeiten? Wie können Angebote der Gemeindearbeit so gestaltet werden, dass möglichst viele erreicht werden können und selber gestaltend tätig werden? Wie verändert sich dadurch das Profil kirchlicher Gemeinschaften und welches Potential birgt dies für die Gemeinden vor Ort? Diese Fragen diskutieren Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Kirchen.

Die Referierenden und die Moderatorin:

  • Pastor Alfred Aidoo ist Pfarrer der New Life Church in Düsseldorf. Unter dem Dach dieser Kirche versammeln sich Menschen aus verschiedenen Nationen. Gottesdienste werden in unterschiedlichen Sprachen mit deutscher Übersetzung angeboten. Ein Großteil der Gottesdienstbesucherinnen und -besucher ist deutschsprachig. Die New Life Church gehört zum Bund der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinden in Deutschland.
     
  • Dr. Georgios Basioudis ist Pfarrer der Griechisch-Orthodoxen Kirchengemeinde Mannheim, die zur Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland gehört. Die Gemeinde ist ökumenisch offen und solidarisch ausgerichtet. Sie wirkt in verschiedene gesellschaftliche Bereiche der Stadt Mannheim hinein und will die volkskirchliche Mentalität kreativ für das Gemeinwohl einsetzen. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses zur Interkulturellen Woche.
     
  • Dr. Aguswati Hildebrandt Rambe hat für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern im Rahmen der "Projektstelle für Evangelische Gemeinden anderer Sprache und Herkunft"  eine tragfähige und praxisrelevante Konzeption mit erarbeitet, die einen kirchlichen Umgang mit den Herausforderungen einer kulturell und spirituell vielfältiger gewordenen evangelischen Landschaft in Bayern aufzeigt. Im Rahmen dieser Arbeit hat sie sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie auf den verschiedenen Ebenen der Landeskirche die Beziehungen zu den sehr unterschiedlichen Migrationsgemeinden protestantischer Prägung gestaltet  und wie  Kirche dabei selbst einladender für Menschen mit Migrationshintergrund werden kann. Sie ist Mitglied im Ökumenischen Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche.
     
  • Dr. Anja Middelbeck-Varwick wird die Arbeitsgruppe moderieren. Sie ist Mitglied im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken und arbeitet mit im Ökumenischen Vorbereitungsausschuss für die IKW Berlin.
     
  • Dr. Lukas Schreiber ist als Nationaldirektor für die Ausländerseelsorge der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz zugeordnet. Sein Tätigkeitsbereich umfasst u.a. die muttersprachliche Seelsorge  in den anderssprachigen Gemeinden in Deutschland. Er ist Mitglied im Ökumenischen Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche.

Bundesweite Tagung zur Interkulturellen Woche vom 15. bis 16. Februar 2019, Evangelisches Johannesstift Berlin-Spandau