Was ist die Interkulturelle Woche?
Die bundesweite Interkulturelle Woche (IKW) ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Seit 1975 findet sie jährlich Ende September statt und hat sich zu einer der bedeutendsten zivilgesellschaftlichen Plattformen für das Zusammenleben in Deutschland entwickelt.
Gemeinsam mit Kirchen, Kommunen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden und Migrant*innenorganisationen setzen wir in über 760 Städten und Gemeinden mit rund 6.000 Veranstaltungen ein klares Zeichen für ein solidarisches Miteinander. Der Tag des Flüchtlings ist fester Bestandteil dieser Aktionswoche.
dafür!
lautet das Motto für 2026.
Der für das Jahr 2026 empfohlene Termin lautet: Sonntag, 27. September, bis Sonntag, 4. Oktober. Der Tag des Flüchtlings am Freitag, 2. Oktober.
Unsere Vision: Mut zur Gestaltung, Kraft durch Vernetzung
In einer Zeit der Umbrüche und der gesellschaftlichen Polarisierung verstehen wir die IKW als einen Anker der Hoffnung. Wir setzen der wachsenden gesellschaftlichen Kälte eine Kultur der Begegnung und des gegenseitigen Respekts entgegen. Unsere Arbeit gründet auf der Überzeugung, dass wir die Herausforderungen der Gegenwart nur durch breite Allianzen und ein mutiges Eintreten für unsere Werte bewältigen können.
Wofür wir einstehen
Hoffnung als Motor: Wir bleiben nicht bei der Analyse von Problemen stehen, sondern machen die vielen Erfolgsgeschichten des Zusammenlebens in Deutschland sichtbar.
Mut zur Haltung: Inspiriert vom Bibelwort „Sei stark und mutig!“, ermutigen wir Menschen, Gesicht zu zeigen und für die unantastbare Würde jedes Einzelnen einzutreten – unabhängig von Herkunft oder Status.
Resilienz durch Gemeinschaft: Wir stärken die Widerstandsfähigkeit der demokratischen Zivilgesellschaft, indem wir Aktive vernetzen, Wissen teilen und geschützte Räume für den Dialog schaffen.
Unsere Ziele
1. Demokratische Allianzen schmieden
Die IKW ist weit mehr als eine Veranstaltungswoche – sie ist ein wachsendes Bündnis. Wir bringen Menschen aus unterschiedlichsten Lebenswelten zusammen: von Kirchengemeinden über Sportvereine bis hin zu migrantischen Selbstorganisationen. Diese breite Vernetzung ist unser Schutzschild gegen Ausgrenzung und völkischen Nationalismus.

2. Resilienz und Schutz von Räumen stärken
Engagement vor Ort braucht Rückhalt. In einem Klima, in dem Aktive zunehmend unter Druck geraten, unterstützen wir sie durch Qualifizierung und Austausch. Wir fördern Strategien zum Schutz demokratischer Räume und stärken die Souveränität derer, die sich tagtäglich für Vielfalt und Demokratie einsetzen.
3. Begegnung als Fundament der Demokratie
Integration und Zusammenhalt gelingen dort, wo aus Fremden Nachbar:innen werden. Wir schaffen Anlässe für echte Begegnung auf Augenhöhe. Durch Gottesdienste, Feste und Debatten machen wir die „Stimmen der Vielen“ hörbar und bauen Vorurteile dort ab, wo sie entstehen: im persönlichen Kontakt.
4. Menschenrechte als Kompass
Wir begleiten politische Entwicklungen wachsam und kritisch. Unser Engagement für die Menschenrechte schutzsuchender Menschen ist unverhandelbar. Wir fordern eine Politik der Mitmenschlichkeit, die völkerrechtliche Verpflichtungen ernst nimmt und das Wohl vulnerabler Gruppen ins Zentrum stellt.
5. Strategische Unterstützung durch den ÖVA
Der Ökumenische Vorbereitungsausschuss (ÖVA) bildet den strategischen Überbau der Interkulturellen Woche. Er empfiehlt die inhaltliche Schwerpunktsetzung, organisiert jährlich die bundesweite Vorbereitungstagung zur IKW, stellt Materialien für die Vorbereitungsgruppen vor Ort zur Verfügung und veranstaltet den bundesweiten Auftakt. Durch die jährliche Vorbereitungstagung sowie das digitale Format „IKW-Café“ werden Räume für Reflexion, Austausch und die strategische Weiterentwicklung unserer gemeinsamen Vision geschaffen.
In den ÖVA werden von den Kirchen 15 Mitglieder berufen. Bis zu sechs weitere werden aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und migrationspolitischen Institutionen benannt.
Das Gemeinsame Wort der Kirchen ist zentraler Bezugspunkt der inhaltlichen Vorbereitung der Interkulturellen Woche. Mit seiner Veröffentlichung im Mai starten die Vorbereitungen der IKW. Die Materialien zur Vorbereitung und Durchführung der IKW können in unserem Shop bestellt werden.
Die lokalen Programme zur Interkulturellen Woche werden in einer Veranstaltungsdatenbank auf der Homepage des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses zur Interkulturellen Woche präsentiert. Auch Good-Practice-Beispiele sowie Anregungen zur Gestaltung von Gottesdiensten im Rahmen der IKW sind dort zu finden.
Weiterführende Links und Infos
Kontakt
Ökumenischer Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche
Postfach 16 06 46
60069 Frankfurt am Main
Ruf 069 / 900 196 30
Fax: 069 / 24 23 14 – 71
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