Der Ökumenische Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche

Der Ökumenische Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche

Der Ökumenische Vorbereitungsausschuss (ÖVA) zur Interkulturellen Woche bereitet die jährlich stattfindende Interkulturelle Woche (IKW) bundesweit vor. Er empfiehlt eine inhaltliche Schwerpunktsetzung, führt jährlich die bundesweite Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche durch, stellt Materialien für die Vorbereitungsgruppen vor Ort zur Verfügung und organisiert eine zentrale bundesweite Auftakt-Veranstaltung. In den ÖVA werden von den Kirchen 15 Mitglieder berufen. Bis zu sechs weitere Mitglieder werden aus Institutionen, Organisationen und gesellschaftlich wichtigen Bereichen kooptiert.

Vorstand

Beraterin der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Hannover
Gabriele Erpenbeck, Vorsitzende
Griechisch-Orthodoxe Kirchengemeinde, Mannheim
Erzpriester Dr. Georgios Basioudis, Stellv. Vorsitzender

Georgios Basioudis

Das Motto der IKW 2019 bedeutet für mich: Zusammenlebend, wachsen wir zusammen zu einem Leib, egal wie verschieden jedes Glied ist.

Ich bin Gemeindepfarrer einer Migranten-Community in Mannheim und habe die große Ehre die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland im ÖVA zu vertreten. Der ÖVA ist ein starkes Netzwerk mit christlichen Werten und hat in ihrer Geschichte viel bewegt. Wir gestalten gemeinsam unsere neue deutsch-europäische Heimat.

Vorsitzende der Fachgruppe Christen-Muslime in der Evangelischen Kirche im Rheinland, Schulreferentin in Bonn
Dr. Beate Sträter, Stellv. Vorsitzende

Dr. Beate Sträter

Ich bin im Vorstand des ÖAV, weil die Interkulturelle Woche große Chancen bietet, Menschen dafür zu gewinnen, das Zusammenleben in Vielfalt gemeinsam zu gestalten. Ich sehe im interreligiösen und interkulturellen Lernen sowie im Einsatz für eine offene und gerechte Gesellschaft ohne Diskriminierung und Rassismus die entscheidenden Zukunftsaufgaben.

Ich bin Theologin und Politikwissenschaftlerin und arbeite seit 2009 als Schulreferentin in Bonn. Als Pastorin war ich u.a. Geschäftsführerin der Ökumenischen BAG Asyl in der Kirche. Ich engagiere mich im christlich-muslimischen Dialog, bin Vorsitzende der Fachgruppe Christen und Muslime in der Evangelischen Kirche im Rheinland und seit 2009 Mitglied der Synode der EKD.

Mitglieder

Griechisch-Orthodoxe Kirchengemeinde, Wuppertal
Erzpriester Eleftherios Argyropoulos
Dialog- und Kirchenbeauftragter des Zentralrats der Muslime in Deutschland
Ahmad Aweimer
Diakonie Deutschland, Berlin
Johannes Brandstäter

Johannes Brandstäter

Ich bin migrationspolitischer Referent beim Diakonie-Bundesverband. Soziale Gerechtigkeit und Teilhabe im Kontext der Einwanderungsgesellschaft, das sind die Fragen, die mich aus meinem Blickwinkel eines Wohlfahrtsverbands interessieren.
1990 trat ich in die Menschenrechtsarbeit von Brot für die Welt ein – damals befasste ich mich mit dem Schutz von Engagierten für die Menschenrechte in asiatischen und afrikanischen Ländern. Inzwischen bin ich in der Inlandsarbeit – also bei der Diakonie – tätig und merke: auch in unserem eigenen Land sind die Verteidigung der Menschenrechte und der Schutz vor rassistischer Diskriminierung zunehmend ein Thema.

An der Interkulturelle Woche schätze ich, dass sie beständig seit circa 45 Jahren, unter der Schirmherrschaft der Kirchen, einen Raum für den Diskurs schafft, in dem sich erstaunlich viele Menschen für Gerechtigkeit und Gleichstellung in der Einwanderungsgesellschaft engagieren. In unserer durch Vielfalt und Internationalisierung geprägten Gesellschaft entstehen Konflikte. Die müssen im freiheitlichen und demokratischen Diskurs und Streit bearbeitet werden. Dafür braucht es die Interkulturelle Woche.

PRO ASYL e.V., Frankfurt/M.
Günter Burkhardt
DeutschPlus e.V., Berlin
Farhad Dilmaghani
Kirchenamt der EKD, Hannover
OKRin Sabine Dreßler
Kommissariat der deutschen Bischöfe, Berlin
Kerstin Düsch

Kerstin Düsch

Für mich ist es wichtig, immer wieder für ein gutes und gelingendes Zusammenleben in Vielfalt einzutreten und für gegenseitiges Verständnis zu werben.

Seit 2014 bin ich als juristische Referentin im Kommissariat der Deutschen Bischöfe – Katholisches Büro in Berlin u.a. für die Bereiche Migrations-, Aufenthalts- und Flüchtlingspolitik zuständig und in der dieser Funktion Mitglied im ÖVA.

Fachstelle Interkulturell Evangelisch in Bayern, München
Dr. Aguswati Hildebrandt Rambe

Dr. Aguswati Hildebrandt Rambe

Für mich ist die IKW ein wichtiger Beitrag, um Menschen unterschiedlicher Sprache und Herkunft einen gleichberechtigten Gestaltungs- und Mitbestimmungsraum in Kirche und Gesellschaft zu geben. Deshalb bringe ich als Theologin und Islamwissenschaftlerin mit eigener Zuwanderungsgeschichte gerne meine Perspektiven in den ÖVA ein.
Ich bin der Ansicht: Alle Menschen, die hier leben, müssen in gleicher Weise Anteil haben an den Chancen und der Verantwortung, unsere Gesellschaft als ein gemeinsames Zuhause zu gestalten.

Als Pfarrerin der Evangelisch- Lutherischen Kirche in Bayern bin ich verantwortlich für die Interkulturelle Öffnung und die Arbeit mit Gemeinden unterschiedlicher Sprache und Herkunft.

Katholischer Theologe, Brühl
Dr. Werner Höbsch

Dr. Werner Höbsch

Für mich ist die Interkulturelle Woche eine gute Möglichkeit, den Willen zum zusammen Leben und zusammen Wachsen in einer Gesellschaft der Vielfalt öffentlich zu bekunden.

Als katholischer Theologe habe ich lange Zeit das Referat für Interreligiösen Dialog im Erzbistum Köln geleitet. Nach wie vor liegen mir interkulturelle und interreligiöse Begegnungen und Dialoge am Herzen. Hierfür engagiere ich mich weiterhin - auch im ÖVA.

Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF)
Peter Jörgensen

Peter Jörgensen

Unser Miteinander gelingt nur so: interkulturell und interreligiös. Als Pastor in einer Baptistenkirche im Wedding (Berlin) erlebe ich jeden Tag diverse Kulturen. Wir sind als Christinnen und Christen in unserem Berliner Kiez eine Minderheit und sehen unsere Kirche als einen Lernort für interreligiöse Begegnung. Das ökumenische Zusammensein bedeutet für uns, einander zu unterstützen, z.B. durch „community building“(Bürger*innenplattform).

Im ÖVA arbeite ich im Namen der Vereinigung Evangelischer Freikirchen mit. Das sind die in Deutschland kleinen protestantischen Kirchen: Mennoniten, Methodisten, Pfingstgemeinden, Heilsarmee, diverse Migrationsgemeinden aus aller Welt u.v.a. mehr.

Amt der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Berlin
Thorsten Kirschner

Thorsten Kirschner

Die Interkulturelle Woche bietet Menschen in ganz Deutschland die Möglichkeit, die Vielfalt, die es in unserem Land gibt, kennenzulernen. Für unser Zusammenleben ist auch ein Zusammenwachsen notwendig. Ich hoffe, die vielen Veranstaltung der Interkulturellen Wochen tragen dazu auch in diesem Jahr wieder bei. Das Motto ZUSAMMEN LEBEN – ZUSAMMEN WACHSEN gefällt mir. Die Getrenntschreibung der Begriffe legt nahe, die zusammengeschriebene Version mitzudenken. Doch sie regt auch zur Vorsicht an: Um ein Zusammenwachsen, das keine Freiheit lässt und Vielfalt nivelliert, darf es uns nicht gehen.

Ich arbeite seit Januar 2019 im Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Dort bin ich Referent im Referat Gesellschaftliche Integration. Meine Schwerpunkte sind Ehrenamt und Engagement sowie Interreligiöser Dialog und Kontakt zu Religionsgemeinschaften.
Ich bin überzeugt, dass der Interreligiöse Dialog, der Menschen aller Religionen und auch Menschen ohne religiöse Bindung einbezieht, einen wichtigen Beitrag für das Zusammenwachsen unserer Gesellschaft leistet.

Referat Migration und Integration, Deutscher Caritasverband e.V., Freiburg
Elena Knežević

Elena Knežević

Mein Ziel ist es, die Interessen junger Menschen einzubringen und die Anliegen der Mitarbeitenden vor Ort zu stärken, da sie die Interkulturelle Woche in den Städten und Kommunen umsetzen. Ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen an der IKW teilhaben und sich von den vielfältigen Angeboten inspirieren lassen. Aufgrund meines eigenen Migrationshintergrundes ist mir die Teilhabe von zugewanderten Menschen wichtig.

Ich arbeite seit 2014 als Referentin für Migrationspolitik beim Deutschen Caritasverband e.V. Dort beschäftige ich mich insbesondere mit Aufnahmeprogrammen wie beispielsweise Community Sponsorship, Resettlement und Humanitärer Aufnahme. Mein derzeitiger Arbeitsschwerpunkt liegt auf dem neu eingerichteten Pilotprojekt „Neustart im Team“: Darüber können Mentor*innen besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aus Erstzufluchtsstaaten direkt aufnehmen.

Seit Oktober 2018 bin ich Mitglied im ÖVA.

Multikulturelles Zentrum Dessau e.V., Dessau-Roßlau
Razak Minhel
DGB-Bundesvorstand, Beauftragter für Migrations- und Antirassismuspolitik,Berlin
Volker Roßocha
Nationaldirektor für Ausländerseelsorge, Deutsche Bischofskonferenz, Bonn
Dr. Lukas Schreiber

Dr. Lukas Schreiber

Als Christ möchte ich zu einem gelingenden Zusammenleben und wertschätzenden Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen beitragen. Ich halte dies für eine der zentralen Aufgaben von Christen in unserer Zeit.

Daher freue ich mich, seit 2018 als Nationaldirektor für die Ausländerseelsorge wirken zu können. Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) koordiniere ich die Seelsorge für die mehr als 3,5 Mio. Katholiken mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die in rund 450 muttersprachlichen Gemeinden und 35 verschiedenen Sprachgruppen organisiert ist. Als Vertreter der DBK bin ich Mitglied des ÖVA. Von 2003 bis 2005 war ich für die Programmplanung des katholischen Weltjugendtags in Köln verantwortlich. Danach hatte ich verschiedene Aufgaben in den Bereichen Seelsorge und Bildung im Sekretariat der DBK. Studiert habe ich Theologie und Soziologie.

Abteilung Migration/Integration, Caritasverband für das Bistum Magdeburg e.V.
Monika Schwenke

Monika Schwenke

Für mich ist es wichtig, in unserem gesellschaftlichen „Verschiedeneinander“ immer wieder um ein respektvolles und würdiges Miteinander zu ringen. Mit Geduld und auch gegen Widerstände!

Daher engagiere ich mich seit kurzem im ÖVA und bereits seit 25 Jahren im Bistum Magdeburg. Dort leite ich die Abteilung Migration/Integration und bin Bistumsbeauftrage für Migration. Seit 2015 bin ich auch Mitglied im Arbeitsstab des Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz. Nebenbei wirke ich als Vorsitzende der Härtefallkommission Sachsen-Anhalt und von refugium e.V. (Unterstützung von Vereinsvormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge).

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Berlin
Jutta Weduwen

Jutta Weduwen

Ich bin Mitglied im ÖVA, um die Migrationsgesellschaft aktiv mitzugestalten und Zeichen für ein solidarisches, demokratisches, friedliches und vielfältiges Miteinander zu setzen. „Zusammen leben – zusammen wachsen“ bedeutet für mich, dass alle miteinander das Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft gestalten. Eine Gesellschaft, die sich immer wieder verändert und an Vielfalt reicher wird. Die Gestaltung des Zusammenlebens heißt auch, jeden Tag eindeutig Position gegen Rechtspopulismus, Rassismus und Antisemitismus zu beziehen.

Ich bin seit 2013 Geschäftsführerin von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, außerdem Mitglied im Sprecher*innenrat der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche + Rechtsextremismus sowie im Vorstand von Xenion psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V. Meine Arbeitsschwerpunkte sind: Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte, historisch-politische Bildung in der Migrationsgesellschaft, Engagement gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus und andere Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit.

Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Düsseldorf
Ioanna Zacharaki

Ioanna Zacharaki

Ich bin Mitglied im ÖVA, um mich für ein respektvolles Miteinander und für eine humane Gesellschaft in Vielfalt zu engagieren. Das tue ich auch als Referentin für Integration und Interkulturalität beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe sowie als Lehrbeauftragte der Ev. Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe und in verschiedenen Funktionen. So bin ich z.B. tätig als Ratsmitglied der Stadt Solingen, als Mitglied des Aufsichtsrates der UNO- Flüchtlingshilfe sowie von kirchlichen Gremien und Fachausschüssen sowie bei der Gewerkschaft Verdi.

Meine Arbeitsschwerpunkte sind u.a.: Erwerb interkultureller Kompetenzen, interkulturelle Sensibilisierung, Religiosität, Werte und Normen, Werteerziehung, Kommunikation, Konfliktlösungsstrategien im interkulturellen Feld, gesellschaftliche Partizipation von Zugewanderten, Stärkung und Einbindung der Ressourcen von Migrantenorganisationen, Vernetzung im interkulturellen Feld sowie Organisation und Verankerung von interkulturellen Ansätzen in Strukturen und Einrichtungen. Studiert habe ich Germanistik und Soziologie.

Stand: 06.11.2019

Die Geschäftsstelle

Geschäftsführung
Friederike Ekol
Mitarbeiter der Geschäftsstelle
Steffen Blatt
Mitarbeiterin der Geschäftsstelle
Carmen Macher

Ökumenischer Vorbereitungsausschuss
zur Interkulturellen Woche
Postfach 160646
60069 Frankfurt am Main
Telefon: 069/24 23 14 - 60
Telefax: 069/24 23 14 - 71
info(at)interkulturellewoche.de
www.interkulturellewoche.de

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