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Aktuelles

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will ein eigenes Schiff zur Seenotrettung ins Mittelmeer schicken. Das gab der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, am 12. September in der Bundespressekonferenz zusammen mit Vertrern und Vertreterinnen von Rettungs- und Hilfsorganisationen, Kommunen sowie der SEEBRÜCKE-Bewegung bekannt.

Wenn am Sonntag, 22. September 2019, die Interkulturelle Woche (IKW) beginnt, dann wird in Halle (Saale) besonders gefeiert: Die Stadt gestaltet als Gastgeber die bundesweite Auftaktveranstaltung der IKW, die vom 22. bis 29. September im gesamten Bundesgebiet stattfindet. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“. Es wird über 5.000 Veranstaltungen an mehr als 500 Orten im gesamten Bundesgebiet geben.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Asyl in der Kirche ruft den 30. August zum Tag des Kirchenasyls aus und veröffentlicht aus diesem Anlass einen Offenen Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer. Darin fordern sie den Bundesinnenminister auf, die humanitäre Praxis des Kirchenasyls zu respektieren und zu einer lösungsorientierten Haltung zurückzukehren.

Die Evangelische Kirche soll selbst ein Rettungsschiff ins Mittelmeer schicken. Das wurde in einer Resolution beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund im Juni gefordert. Jetzt will die Evangelische Kirche Deutschland ein Bündnis schmieden, um genau das zu verwirklichen. Einen ersten Unterstützer gibt es schon: Die Evangelisch-Reformierte Kirche stellt 15.000 Euro bereit.

“Mehr Theologie wagen. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als Herausforderung für christliches Handeln.“ So lautet der Titel des diesjährigen Forums der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R), das am 4./5. Oktober in Bad Boll stattfindet. Diskutiert wird unter anderem über Antisemitismus, Antiziganismus und Rechtspopulismus. 

Am 20. August wurde das Zweite Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht, das sogenannte "Geordnete-Rückkehr-Gesetz", verkündet. Es tritt am 21. August 2019 in Kraft. Mit ihm sind zahlreiche Verschärfungen für Schutzsuchende verbunden. Das verletzt das Recht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum, sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland.

Die Interkulturelle Woche vor Ort

Good Practice

Das interkulturelle Liederbuch „Gemeinsam vor Gott“ greift christliche Lieder aus dem persischen Sprachraum auf und enthält zusätzlich bei uns bekannte Stücke mit einer  singbaren Übersetzung in Farsi. Es eignet sich damit ideal für die interkulturelle Arbeit in Gemeinden und ist ein Brückenschlag für die Arbeit mit Geflüchteten.

Auf dem Dortmunder Opernvorplatz wurden während des Kirchentages die Namen von verstorbenen Geflüchteten auf große Banner geschrieben.

Eine tolle Aktion auch für die Interkulturelle Woche: Beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund wurden die Namen von Geflüchteten, die auf dem Weg nach Europa verstorben sind, auf ein Banner geschrieben, das an einem Kirchturm aufgehängt wurde. Die Aktion kann für einen kleineren Rahmen adaptiert werden.

2019: "Heimat-Plakate" der IGS Ingelheim entlang der Albrecht-Dürer- Str. 30; F: Tobias Boos

„bunte Schule“ ist ein „Vielfalt“-Projekt zum Thema Heimat für eine Gruppe innerhalb der Schule, eine Klasse, eine Jahrgangsstufe oder eine ganze Schulgemeinschaft. Die "Heimat-Plakate" der Schüler*innen werden im Anschluss öffentlich präsentiert. www.meine-stadt-bunt.de. Siehe Mappe im Anhang.

Machen Sie es nach! Die Teltower evangelische Kirchengemeinde macht es vor: Am Abschlusswochenende der Interkulturellen Woche 2019 werden 24 Stunden lang Menschen aus der Region aus dem ganz besonderen Buch „Todesursache: Flucht. Eine unvollständige Liste“ lesen.

Das Besondere an den Wanderausstellungen: Jugendliche begleiten Jugendliche durch die Präsentation.

Das Anne Frank Zentrum in Berlin realisiert bundesweit Wanderausstellungsprojekte in Zusammenarbeit mit einem lokalen Trägerkreis aus zahlreichen Kooperationspartnern. Das Besondere: Jugendliche führen andere Jugendliche durch die Ausstellungen.

Rosaria Chirico bei einer Lesung.

Sie folgten ihren Eltern aus den Dörfern Anatoliens, Südeuropas, des Balkans nach Deutschland oder kamen in einem Arbeiterviertel der Bundesrepublik zur Welt. Ihre Erinnerungen und Erfahrungen teilen sie seit 2015 mit jedem, der sie hören will: die "Daughters and Sons of Gastarbeiters".