Neue Ausstellung zum Thema Menschenrechte

Besucher:innen in der Ausstellung "ZUSAMMEN:FREI UND GLEICH"
Neue Ausstellung zum Thema Menschenrechte
Durch innovative Luftkissen-Elemente kommen Besucher:innen miteinander in den Austausch und erfahren, wie sie selbst aktiv werden können

Die neue Ausstellung ZUSAMMEN.FREI UND GLEICH macht Menschenrechte greifbar – spielerisch, interaktiv und hoffnungsvoll. Durch innovative Luftkissen-Elemente lernen Besucher:innen Menschenrechte besser kennen, kommen miteinander in den Austausch und erfahren, wie sie selbst aktiv werden können. Die Ausstellung informiert alltagsnah über Menschenrechte, weckt Empathie und zeigt die Bedeutung demokratischer Aushandlungsprozesse.

Menschenrechte sind nicht selbstverständlich. Sie sind fragil, stehen unter Spannung, reagieren empfindlich auf Druck und brauchen den Einsatz von uns allen. Um diesen Grundgedanken greifbar zu machen, setzt die Ausstellung auf Luftkissen als zentrales Element. Ein knapp drei Meter hoher Wellenbrecher markiert beispielsweise den Eingang zur Ausstellung und lädt Besucher:innen zum Innehalten ein: Wie können wir als Gesellschaft stark sein und standhalten, wenn die Wahrung der Menschenrechte droht, fortgespült zu werden?

Menschenrechte greifbar machen

Die Ausstellung zeichnet sich durch ihre hohe Interaktivität aus. Um Menschenrechte tatsächlich greifbar zu machen, gibt es eine Vielzahl von Stationen, an denen Besucher:innen Objekte anfassen, bewegen, rotieren können: So braucht es bspw. das Zusammenwirken von vier Menschen, um einen übergroßen Ball aufzupumpen.

Thematischer Fokus: Glauben, Wohnen, Lernen

Die Ausstellung nimmt vier Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) in den Fokus: Religionsfreiheit (Art. 18), Wohlfahrt mit Fokus auf Wohnen (Art. 25), Recht auf Bildung (Art. 26) und Grundpflichten (Art. 29). Die Ausstellung lädt Besucher:innen ein, diese Rechte kennenzulernen, an Medienstationen inspirierende Geschichten zu erfahren und sich spielerisch sowie durch Material in “Mitmach-Boxen” zur eigenen Haltung und zu Möglichkeiten des Engagements auszutauschen.

Wohnen
Das Recht auf WOHNEN ist grundlegend für unser aller Wohlbefinden und findet auch außerhalb unserer eigenen vier Wände statt. In der Wohn-Box finden Besucher:innen Informationen zu: Gemeinschaftsgärten, Angeboten für sicheren Wohnraum, Nachbarschaftstreffen, Generationenübergreifendes Wohnen, Mobilitätsangebote und Mietpreis-Beratung. Der Box liegt eine aktualisierte Broschüre der EKD zum Menschenrecht auf Wohnen bei.

Lernen
Nicht nur während unserer Schulzeit LERNEN wir, sondern ein Leben lang. Welche Angebote, Konzepte und Orte es bereits gibt, damit wir uns im Sinne der Menschenrechte frei und gleich entfalten können, erfahren Besucher:innen in der Lern-Box, so zum Beispiel: zukunftsfähige Schulkonzepte, mobile Lernorte, Bibliotheken der Dinge, Radfahr-Kurse für Erwachsene, Geschichtswerkstätten und Volkshochschulen als Orte für lebenslanges Lernen. Der Lernbox liegt der "Flashmob-Fächer" bei, der insbesondere jungen Menschen Ideen für Interventionen im öffentlichen Raum gibt.

Glauben
Für die Glaubens-Box wurden Menschen mit verschiedenem Glauben, individuellen Überzeugungen und Lebensphilosophien befragt. Besucher:innen finden in der Box Anregungen, um über den eigenen Glauben nachzudenken – anhand von Eindrücken und Gedanken aus jüdischer, muslimischer, jesidischer, agnostischer, christlicher und religionsoffener Perspektive. Der Box liegt eine Broschüre zum biblisch-theologischen Hintergrund der Ausstellung bei.

Geschichten und Gesichter

An der Audiostation beschreibt Lehrer und Bildungsinfluencer Bob Blume die Fehler und Möglichkeiten unseres Schulsystems, der Sozialaktivist und Autor Dominik Bloh erzählt von seinem früheren Leben ohne Obdach und was ihm zu der Zeit Hoffnung machte und Sabine Dreßler, Oberkirchenrätin der EKD, spricht neben einer Pastorin, einem Rabbiner und einem Imam über das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit.

An einer Video-Station können Besucher:innen mit einer Stadtforscherin erkunden, was eine "Stadt für alle" braucht. Eine angehende Rabbinerin und ein Theologe treffen in einem "Reaction-Video in neuer Form" auf junge Glaubende. Und gemeinsam mit zwei Künstlerinnen und Interviewpartnern allen Alters haben wir eine einzigartige Collage kreiert, die der Frage nachgeht, ob und wie wir uns durch Bildung entfalten können.

Ausstellung ausleihen

  • Die Ausstellung richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren sowie Erwachsene jeden Alters.
  • Sie ist für einzelne Besucher:innen sowie kleinere Gruppen geeignet und kann flexibel in Kirchen, Schulen, Tagungshäusern oder anderen öffentlichen Räumen gezeigt werden.Die Ausstellung eignet sich für Innenräume ab 80 m² freien Platz und eine Raumhöhe von 2,80 m.
  • Für den Verleih der Ausstellung fällt keine Leihgebühr an, lediglich die Transportkosten ab Hannover müssen getragen werden.
  • Die Ausstellung ist modular und interaktiv.
  • Die Objekte können mit einem Transporter der Größe eines Sprinters abgeholt oder alternativ mit einer Spedition geliefert werden.
  • Die Ausstellung kann ab einer Mindestdauer von drei Wochen entliehen werden.

Bei Interesse oder Fragen einfach eine kurze E-Mail schreiben an: ausstellung-freiundgleich@ekd.de

Alle weiteren Details zu den Anforderungen an die Räumlichkeiten und den Transport finden sich auf der Homepage von FREI UND GLEICH.

Infos
Kontakt

FREI UND GLEICH
Die Gesellschaft für eine gute Zukunft DG mbH
Köpenicker Chaussee 4
10317 Berlin

Tel.: 030 22469320

Mail: ausstellung-freiundgleich@ekd.de