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Aktuelles

Nach dem verheerenden Brand in Moria ruft die Bewegung SEEBRÜCKE am Sonntag, 20. September, bundesweit in zahlreichen Städten zu Demonstrationen auf. Die EKD unterstützt die Kundgebungen und ruft die Bundesregierung zum Handeln auf. Am Sonntag wird der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm eine Videobotschaft veröffentlichen. Eine Übersicht über die Demonstrationen sind hier zu finden.

Angesichts der Zerstörung des Lagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos haben zivilgesellschaftliche Organisationen einen Offenen Brief an die Bundeskanzlerin veröffentlicht. Sie fordern sofortige Katastrophenhilfe und den Beginn der Evakuierung der Schutzsuchenden. Eine Aufnahme von 400 Minderjährigen sei bei weitem nicht ausreichend, schreiben die Organisationen, darunter PRO ASYL, Diakonie und Caritas.

Auch dieses Jahr vergibt die Pill Mayer Stiftung zwei Förderpreise. Sie würdigt damit beispielhafte Kulturprojekte, die sich für den interkulturellen Dialog einsetzen. Die Stiftung ist davon überzeugt, dass ideenreiche Kulturarbeit eine ausgezeichnete Brücke zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen sein kann. Verliehen werden die Preise Anfang Oktober anlässlich des europaweiten Tags der Stiftungen und der Interkulturellen Woche. 

"Die Sea-Watch 4 und das dahinterstehende breite Bündnis sind die deutliche Antwort der Zivilgesellschaft auf die rassistische Politik der EU, die Menschen ertrinken lässt, damit sie europäisches Festland nicht erreichen." Das sagte der Einsatzleiter des Seenotrettungsschiffes, Philipp Hahn, am 6. August 2020 bei einer Pressekonferenz zum bevorstehenden ersten Einsatz, der im August beginnen soll.

Der Münchner Spätsommer 2015 ist in die Geschichte eingegangen. Tag für Tag kamen damals in der ersten Septemberhälfte Tausende Flüchtlinge über die Balkan-Route nach München. Der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat das mittlerweile historische Geschehen im September 2015 hautnah miterlebt: am Münchner Hauptbahnhof und auf der Balkan-Route selbst.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland hat sich in der Corona-Krise als robust erwiesen und ist in den ersten Monaten nach Ausbruch der Pandemie sogar noch gewachsen. Das geht aus dem Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt 2020 der Bertelsmann Stiftung hervor. Doch zugleich macht die Ausnahmesituation soziale Unterschiede sichtbarer und verschärft die Probleme bestimmter Bevölkerungsgruppen.

Die Interkulturelle Woche 2020 findet statt

Hefteinträge

Tag des Flüchtlings im Rahmen der IKW

Mit der Gründung von PRO ASYL im Jahr 1986 wurde auch der Tag des Flüchtlings ins Leben gerufen, der seitdem integraler Bestandteil der Interkulturellen Woche ist. Er findet immer am Freitag der Aktionswoche statt – 2020 ist der Termin der 2. Oktober. Der Aktionstag bietet die Gelegenheit, noch einmal besonders auf die Themen, Flucht, Asyl, Migration und Seenotrettung aufmerksam zu machen.

Junge Freiwillige desinfizieren die Straßen in einem überwiegend von Roma bewohnten Viertel der bulgarischen Stadt Varna.
Bedrohte Räume der Vielfaltsgesellschaft

In Zeiten der Corona-Pandemie tritt der allgegenwärtige Antiziganismus in Europa ganz besonders deutlich zutage. Wieder einmal werden Sinti und Roma pauschal diskriminiert, werden Angehörige der Minderheit als Seuchenträger ins Visier genommen und diffamiert, auch von staatlicher Seite. Solche Mechanismen sind nicht neu, vielmehr gab es sie schon vor Jahrhunderten, wie ein Blick in die Geschichte verrät.

Die EMRK wurde am 4. November 1950 in Rom von Mitgliedern des Europarats unterzeichnet.
Flucht und kommunale Handlungsmöglichkeiten

Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) verkörpert die Idee eines Europa der Menschenrechte. Was das Dokument wert ist und ob die große Idee Gültigkeit hat, lässt sich im Jahr 2020 jeden Tag an den europäischen Außengrenzen messen. Dort herrscht eine Realität für geflüchtete Menschen, die sich mit Not, Verzweiflung und Entrechtung umschreiben lässt.

Das International Welcome Center in Heidelberg.
Flucht und kommunale Handlungsmöglichkeiten

Die städtische Ausländerbehörde unter einem Dach mit dem Interkulturellen Zentrum – was auf den ersten Blick fast unmöglich erscheint, ist in Heidelberg seit über drei Jahren Realität. Dort eröffnete im Dezember 2016 in Gebäuden einer rehemaligen Tabakfabrik das "International Welcome Center" (IWC). Damit wurde eine deutschlandweit einmalige Institution geschaffen.

Videos

Video-Übersicht

Wann hast Du eigentlich das letzte mal ein richtig gutes Gespräch gehabt? Und wo war das? Wodurch lernst Du neue Leute kennen? Erzähl uns davon! Schreib uns, wo und wie du neue Leute kennenlernst. Denn wir suchen deine Ideen für mehr Dialog in unserer Gesellschaft. Schreib einfach an info@interkulturellewoche.de. Wir sammeln Eure Ideen und stellen Sie allen Veranstaltenden zur Verfügung.

Vor zwei Jahren feierte die Interkulturelle Woche im bayerischen Ansbach ihr 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass ist ein Rückblick-Video entstanden mit Eindrücken, Motiven und Programmen - angefangen bei der "Woche der ausländischen Mitbürger", wie die Veranstaltung 1993 noch hieß. Interessant auch, wie sich das Layout der Flyer über die Jahre entwickelt hat.

Fragmente eines Liebesbriefes und ein paar Fotos. Ein Kapuzenshirt, eine Hose, ein Gürtel – das ist alles, was von "Nummer 387" bleibt, einem der tausend Migranten, die am 18. April 2015 vor der libyschen Küste ertranken, als das Geisterschiff, auf dem sie übersetzen wollten, sank. Es war seit dem Zweiten Weltkrieg die opferreichste Tragödie im Mittelmeer. Ein Beitrag aus der Arte-Mediathek.

Good Practice

Nach dem "theoretischen" Teil der Veranstaltung wurde zusammen gekocht und gegessen. Foto: Diên Hông e. V.

Während der Interkulturellen Woche 2019 organisierte der Rostocker Verein Diên Hông - Gemeinsam unter einem Dach eine Aktion, bei der interkulturelles Miteinander und Nachhaltigkeit verbunden wurden. Der Titel der Veranstaltung, bei der auch gemeinsam gekocht wurde: "Alltag in Deutschland: Gesund essen und die Umwelt schützen".

Zum Autokino-Gottesdienst kamen die Besucher*innen in rund 150 Autos.

Die Corona-Pandemie hat zu einer Rückkehr des Autokinos geführt. Weil größere Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nicht möglich sind, wird diese Art des Zuschauens plötzlich wieder modern. Und wo schon eine Bühne steht, da bietet es sich doch an, auch einen Gottesdienst zu veranstalten, dachte sich die Ev. Kirchengemeinde Bottrop.

Dieses Motiv hat Albert-Schweitzer-Grundschule gestaltet. Foto: Albert-Schweitzer-Schule

"Flagge zeigen", heißt eine Aktion, die in Bottrop zur Interkulturellen Woche 2020 organisiert wird. Dabei gestalten viele Beteiligte jeweils ein Teil eines großen Banners zum IKW-Motto "Zusammen leben, zusammen wachsen." Das große Ganze wird dann unter anderem am Rathaus der Stadt Bottrop aufgehängt. Die ersten Werke sind bereits fertig.

Rebecca Klukas und Dyaa Kassoma beim Musikvideodreh auf dem Sachsenring. Foto: Tobias Bieheim

Die Interkulturelle Woche im Landkreis Zwickau hat in diesem Jahr einen offiziellen Song: "Frag mich" heißt das Lied des Musikduos Rebecca Klukas und Dyaa Kassoma. Die beiden haben im Rahmen des interkulturellen Musikprojektes "Zusammen" einen Song umgesetzt, der an das aktuelle Motto der IKW "Zusammen leben, zusammen wachsen." anknüpft.

Alice Hasters liest in Aschaffenburg aus ihrem aktuellen Buch.

Die Corona-Pandemie sorgt auch bei der Interkulturellen Woche dafür, dass dieses Jahr viele Veranstaltungen digital stattfinden. Auch in Aschaffenburg ist das so, doch das war den dortigen Organisierenden nicht genug - und so wird die Veranstaltung mit der Autorin Alice Hasters nun in ein örtliches Programmkino übertragen.

Ein Blatt des Interkulturellen Kalenders im Kreis Nordfriesland.

Die nördlichste Interkulturelle Woche der Republik findet im Kreis Nordfriesland statt. Dort hatten die Organisierenden 2019 eine Aktionsidee, die komplett digital abläuft: Sie verschickten per E-Mail vom 1. September bis zum 3. Oktober den Interkulturellen Kalender, um die Buntheit und Vielfalt des Lebens im Kreis zu feiern.