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Aktuelles

Der fünfte Preis für herausragendes kirchliches Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wird erstmals gemeinsam von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ausgeschrieben. Mit dem Preis sollen Personen, Gruppen oder Organisationen ausgezeichnet werden, die in Deutschland aus dem katholischen Glauben heraus im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus tätig sind oder sich prägend an ökumenischen oder (...).

Die anstehende Interkulturelle Woche ist ein wichtiger Termin im Kalender der bundesweit rund 500 Jugendmigrationsdienste (JMD). Auch in diesem Jahr beteiligen sich viele JMD-Standorte mit einem vielfältigen Programm an der einwöchigen Veranstaltung, die unter dem Motto #offengeht vom 25. September bis 2. Oktober in ganz Deutschland stattfindet. Die Jugendmigrationsdienste beraten und begleiten junge Menschen mit Migrationsbiografie (...).

2021 sind 393.342 Ausländer*innen mehr nach Deutschland ein- als ausgewandert. Im selben Jahr haben rund 131.600 Ausländer*innen die deutsche Staatsangehörigkeit erworben. Das bedeutet, dass ein immer größerer Teil der Bevölkerung keine deutsche Staatsangehörigkeit hat. Das heißt auch: Immer mehr Menschen, die in Deutschland leben, dürfen nicht wählen und sind nur bedingt an dem politischen Leben beteiligt. Wie können Einbürgerungen beschleunigt und vereinfacht werden?

Die Stiftung PRO ASYL verleiht ihren diesjährigen Menschenrechtspreis der polnischen Anwältin Marta Górczyńska und der Helsinki Foundation for Human Rights (Poland). "Unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen kämpfen sie mit Leidenschaft, Hartnäckigkeit und großem juristischen Sachverstand gegen illegale Zurückweisungen, Gewalt an der Grenze und willkürliche Inhaftierungen von Schutzsuchenden", heißt es in der Begründung.

Anlässlich des 30. Jahrestags der flüchtlingsfeindlichen Pogrome von Rostock-Lichtenhagen fordern PRO ASYL und die Amadeu Antonio Stiftung ein konsequentes Handeln gegen rassistische Gewalt, die Auflösung von Massenunterkünften und eine Bleiberechtsregelung für Opfer rassistischer Gewalt. "Was sich im August 1992 in Rostock-Lichtenhagen abspielte, war ein Pogrom mit Ansage", so Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Amadeu Antonio Stiftung.

Gute Nachricht für zerrissene Familien: Der Europäische Gerichtshof hat heute der europarechtswidrigen Praxis deutscher Behörden, einem volljährig gewordenen Kind die Zusammenführung mit den Eltern zu verwehren, eine klare Absage erteilt. Entscheidend für das Recht auf Familiennachzug sei, dass das Kind minderjährig war, als der Asylantrag gestellt wurde. In zwei ergangenen Urteilen gegen Deutschland stellt der EuGH fest, dass (...).

Die Interkulturelle Woche 2020 findet statt

Good Practice

Der Spielfilm von Rubaiyat Hossain basiert auf Erzählungen einer jungen Gewerkschaftsführerin.

Nach dem Feuer im Rana Plaza 2013 und dem Tod von über tausend TextilarbeiterInnen entschließt sich Regisseurin Rubaiyat Hossain, einen Film über den Kampf der mutigen jungen Frauen zu drehen, die sich gegen die Verhältnisse auflehnen. Ihre Geschichte basiert auf den Erzählungen einer jungen Gewerkschaftsführerin.

Der Dokumentarfilm SCHWARZE ADLER lässt Schwarze Spielerinnen und Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft ihre persönlichen Geschichten erzählen. Welchen Weg haben sie hinter sich? Welche Hürden mussten sie überwinden? Welchen Vorurteilen und Anfeindungen waren sie ausgesetzt?

Das Stück "Nach Europa" eignet sich besonders für Aufführungen am "Tag des Flüchtlings".

Das Theaterduo "Eure Formation" hat drei Stücke im Programm, die sich für Aufführungen im Rahmen der IKW eignen. "Nach Europa" thematisiert die Flucht über das Mittelmeer, "Bonhoeffer_der mit dem Lied" beleuchtet das Leben und Werk des Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, während sich "Play Luther" dem Reformator nähert.

Die Video-Interviews des Projektes stehen online zur Verfügung. Foto: Gerburgis Sommer

Im Rahmen des Projekts "Angekommen in Recklinghau-sen/Gelsenkirchen/Bottrop –
Migrationsgeschichten aus vier Generationen" sind Video-Interviews entstanden, in denen Menschen über ihr Ankommen im Ruhrgebiet berich-ten. Die Clips sind online verfügbar und können bei Veranstaltungen der IKW eingesetzt werden.

Ein Bild, das den Schrecken greifbar macht: Eine Schwangere wird nach einem Angriff auf einer Bahre abtransportiert.

Schon seit über einem Monat ist Krieg in der Ukraine. Das menschliche Leid, das dadurch verursacht wird, ist unermesslich. Ein Bild, das den Schrecken greifbar macht, ist die Aufnahme von Pietà aus Mariupol: eine Schwangere, die nach einem Angriff auf einer Bahre abtranspor-tiert wird. Für Sie hat Oberkirchenrä-tin Sabine Dreßler ein Gebet verfasst.

Die türkischstämmige Journalistin und Autorin Canan Topçu begibt sich in ihrem Buch "Nicht mein Antirassismus" von 2021 auf Spurensuche ihrer ganz persönlichen Identitätsentwicklung und wehrt sich gegen Denkverbote und Tabus in der Debatte um Identitätspolitik und Rassismus. Stattdessen streitet sie für den Dialog.

Videos

Video-Übersicht

Bei der bundesweiten Online-Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche 2022 referierte Markus Lewe, Oberbürgermeister von Münster und Präsident des Deutschen Städtetages, "Zur Bedeutung von Kommunen beim Eintreten für Menschenrechte und Teilhabe". Den Nachbericht und die Materialsammlung zur Tagung finden sie hier

Daniel Poensgen ist wissenschaftlicher Referent beim Bundesverband Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Berlin. Bei der bundesweiten Online-Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche 2022 im Februar gab er einen Impuls zum Thema "Zur Bedeutung von zivilgesellschaftlichem Engagement gegen Antisemitismus".

Einer der Höhepunkte der bundesweiten Online-Vorbereitungstagung zur IKW: Reem Alabali-Radovan, die neue Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, stellte im Gespräch mit Pitt von Bebenburg (Frankfurter Rundschau) die Ziele und Schwerpunkte ihrer Arbeit vor. Den Nachbericht und die Materialsam-mlung zur Tagung finden Sie hier.

Hefteinträge

Jagoda Marinić leitet das Interkulturelle Zentrum in Heidelberg. Foto: Dorothee Piroelle
Vielfalt gestalten

Jagoda Marinić ist kroatisch-deutsche Schriftstellerin, Autorin, Kolumnistin, Feministin. Sie leitet das Interkul-turelle Zentrum (IZ) in Heidelberg und ist eine wichtige intellektuelle Stimme in Deutschland. Im Interview mit der IKW spricht sie darüber, wie sie die Spaltung der Gesellschaft wahrnimmt, und was Politik und Zivilgesellschaft dagegen tun können.

Die Malerin und Fotografin Faieqa Sultani (vorne rechts) musste aus Afghanistan fliehen. Mit ihrem Ehemann und dessen Eltern kam in Landsberg am Lech in einer Gastfamilie unter. Jetzt sind die beiden in ihre erste eigene Wohnung umgezogen.
Flucht und Migration

Ronja und Niklas von Wurmb-Seibel lebten 2014 für ein Jahr in Kabul. Sie drehten Filme über junge Friedensaktivist:innen und Versäumnisse der NATO-Truppen beim Abzug, schrieben Reportagen und ein Buch, knüpften viele Kontakte. Nach der Machtübernahme der Taliban starteten sie in Deutschland ein privates Gastfamilien-Programm.

Der Kampf gegen Antisemitismus ist wichtiger denn je. Foto: Adobe Stock
Antisemitismus

Antisemitismus ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Kein Tag vergeht ohne antisemitischen Vorfall – und es werden immer mehr. Zur Bekämpfung dieses Phänomens braucht es Bündnisse mit Durchsetzungskraft – und einen Staat, der Verantwortung übernimmt, schreibt Nikolas Lelle von der Amadeu Antonio Stiftung.