Ankommen und bleiben

2025

Landeserstaufnahmeeinrichtung in Freiburg: Forscher der Universität Hildesheim und der Mediendienst Integration haben im Oktober 2025 deutsche Kommunen und Landkreise zum dritten Mal zum Stand der Aufnahme und Integration von Geflüchteten befragt.

Eine Befragung unter knapp 900 Kommunen im Oktober 2025 zeigt: Der "Notfallmodus" bei der Flüchtlingsunterbringung ist 2025 seltener geworden. Für die überwiegende Mehrheit bleibt die Situation dennoch herausfordernd. Das fanden Forscher der Universität Hildesheim und der Mediendienst Integration nun heraus. 

2023

Der Migrationshintergrund steht seit längerem in der Kritik. Das Statistische Bundesamt hat deshalb eine neue Kategorie eingeführt. Erstmals liegen jetzt Zahlen dazu vor. Wirklich abgeschafft wird der Migrationshintergrund aber nicht. Der Mediendienst Integration hat die wichtigsten Informationen in einem Factsheet zusammengefasst. Wir veröffentlichen eine Kurzversion.

Viele Gastarbeiter der ersten Generation lebten in beengten Verhältnissen, wie hier 1968 in Düsseldorf.

Kurz vor dem Anwerbestopp 1973 kam der Vater von Çiçek Bacık als Gastarbeiter nach Deutschland. Hier erzählt sie seine (und ihre) Geschichte und erklärt, warum ihre Perspektive und die ihrer Eltern ein wichtiger Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur ist – die aber bisher nicht vorkommt oder kaum ausreichend Raum einnimmt.

2022

Die Ampel-Koalition will den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft erleichtern. Darüber gibt es Diskussionen.

Die Ampelkoalition will die Einbürgerung nichtdeutscher Mitbürger*innen erleichtern. Oder zumindest Teile davon. Gedanken zu den abstrusen Diskussionen um die Reform des Staatsbürgerschaftsrecht von einem, der das Ganze vom Spielfeldrand aus beobachtet. Denn er besitzt die Staatsbürgerschaft (noch) nicht.

2021

Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck lebten 2014 für ein Jahr in Kabul. In ihrem Film "Wir sind jetzt hier" erzählen sieben junge Männer vom Ankommen in Deutschland. © Brot & Zwiebel Productions

Im Film "Wir sind jetzt hier" erzählen sieben junge Männer vom Ankommen in Deutschland – von lustigen und beglückenden Momenten und von Momenten tiefster Verzweiflung, von ihren Ängsten und wie sie mit ihnen umgegangen sind. Im Interview mit der Interkulturellen Woche spricht Co-Regisseur Niklas Schenck über die Idee zum Film, über Vorurteile und Klischees und darüber, wie er und seine Frau plötzlich Pflegeeltern eines jungen Geflüchteten wurden.

Der deutsche Pass bringt viele Vorteile. Dennoch ist die Zahl der Einbürgerungen niedrig. Foto: Kaesler Media - stock.adobe.com

#offengeht erfordert, ganz zu Ende gedacht, dass ein Einwanderungsland den Dazugekommenen irgendwann auch seine Staatsangehörigkeit verleiht. Doch Deutschland bürgert seltener ein als vergleichbare Länder. Wieso ist das so, und was bringt der deutsche Pass überhaupt für Vorteile? Dazu nimmt Dr. Niklas Harder vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) Stellung.

2020

Es braucht Mut, sich Mitte 30 nochmal für eine ganz neue berufliche Richtung zu entscheiden. Erneut die Schulbank zu drücken, um sich in einer so anspruchsvollen Tätigkeit wie der Pflege alter Menschen ausbilden zu lassen. Zumal, wenn man dies in einem Land tut, in das man erst vor einigen Jahren geflohen ist, dessen Sprache man eben erst lernt und in dem man noch mit vielen anderen alltäglichen Herausforderungen der Integration konfrontiert ist.

Das International Welcome Center in Heidelberg.

Die städtische Ausländerbehörde unter einem Dach mit dem Interkulturellen Zentrum – was auf den ersten Blick fast unmöglich erscheint, ist in Heidelberg seit über drei Jahren Realität. Dort eröffnete im Dezember 2016 in Gebäuden einer rehemaligen Tabakfabrik das "International Welcome Center" (IWC). Damit wurde eine deutschlandweit einmalige Institution geschaffen.