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Aktuelles

Anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine Erklärung zur Bekämpfung von Antiziganismus und zur Zusammenarbeit mit Sinti und Roma veröffentlicht. In diesem Zusammenhang nimmt der Rat der EKD auch die Arbeitsdefinition von Antiziganismus der Internationalen Allianz zum Holocaust-Gedenken (IHRA) an. Der Zentralrat betrachtet die Erklärung als "historisch".

Am 26. Januar  trafen sich der Beauftragte für Flüchtlingsfragen in der EKD, Bischof Christian Stäblein und Vertreterinnen und Vertretern der zivilen Seenotrettung zu einem von United4Rescue initiierten Hintergrundgespräch im Konsistorium der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Es ging um die aktuellen Herausforderungen der zivilen Rettungsorganisationen und Unterstützungsmöglichkeiten der Kirche.

100 Organisationen haben als zivilgesellschaftliches Bündnis "AGG Reform-Jetzt!" eine umfassende Ergänzungsliste zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und eine Stellungnahme mit elf zentralen Forderungen vorgestellt und werden beides an die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung übergeben. Die Ampel-Koalition hat im Koalitionsvertrag eine Reform des AGG angekündigt, bisher gibt es aber nicht einmal ein Eckpunktepapier.

Deutschland hatte zum Jahresende 2022 nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mindestens 84,3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Damit lebten hierzulande so viele Menschen wie noch nie am Ende eines Jahres. Gegenüber dem Jahresende 2021 nahm die Bevölkerungszahl um 1,1 Millionen Personen zu. Die Ursache dieses starken Wachstums war eine Nettozuwanderung (positiver Saldo aus Zu- und Fortzügen) auf Rekordniveau.

Mit Reem Alabali-Radovan wurde im Februar 2022 erstmals eine Beauftragte für Antirassismus berufen. Jetzt hat sie dem Bundeskabinett den ersten Lagebericht "Rassismus in Deutschland: Ausgangslage, Handlungsfelder, Maßnahmen" vorgelegt. Er zeigt: Rassismus bewegt und trifft viele Menschen. So sagen 90 Prozent der Befragten in einer repräsentativen Umfrage, dass es Rassismus in Deutschland gibt, 22 Prozent haben ihn selbst erfahren.

Eine große Mehrheit der Europäer*innen befürwortet die Aufnahme ukrainischer Geflüchteter. Allerdings könnte die Solidarität für die Ukraine durch die wirtschaftlichen und sozialen Folgekosten deutlich schrumpfen. Zudem erstreckt sich die Solidarität nicht auf alle Geflüchteten gleichermaßen. Zu diesen Ergebnissen kommt die neue Studie des Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM), für die über 20.000 Personen in zehn EU-Staaten befragt wurden.

Die Interkulturelle Woche 2020 findet statt

Good Practice

Bei "Meet a Jew" steht nicht die Geschichte im Vordergrund, sondern der lebendige Alltag von Jüdinnen und Juden heute. Foto: Meet a Jew

Das Projekt "Meet a Jew" koordiniert bundesweit Begegnungen von ehrenamtlichen jüdischen Projekt-teilnehmenden mit Gruppen aus dem Bildungsbereich: von der Schulklasse bis zur Konfirmandengruppe, von der Volkshochschule bis zum Gesprächskreis einer Kirchengemeinde, vom Sportverein bis zur Universität.

YOUNIWORTH, die mobile Ausstellung der Jugendmigrationsdienste (JMD), richtet den Blick auf das Zusammenleben junger Menschen in Deutschland. Ziel der Ausstellung ist es, für die Themen Jugend und Migration zu sensibilisieren, Vorurteile zu hinterfragen und einander besser kennenzulernen.

Sie diskutierten in den Räumen der türkisch-islamischen Gemeinde in Cuxhaven (von links): Dr. B. Dabrowski, Dr. G. Penteker, K. Geesmann, D. Matthies, Pfr. Piegenschke, H. Gençtürk, Imam Koç, Dr. M. Alkasha, S. Yldirim.

Bei einer Veranstaltung zum Thema "Wir sind Fremde – fast überall" wurde in Cuxhaven sehr konstruktiv über die Voraussetzungen gelingender Integration diskutiert. Die fachliche Grundlage bildete das einführende Referat von Dr. Gisela Penteker, Mitglied der niedersächsischen Härtefallkommission und des Flüchtlingsrates.

Dmitrij Kapitelman kann für Lesungen im Rahmen der Interkulturellen Woche angefragt werden.

"Eine Formalie in Kiew" ist die Geschichte einer Familie, die einst voller Hoffnung in die Fremde zog, um ein neues Leben zu beginnen, und am Ende ohne jede Heimat dasteht. Erzählt mit dem bittersüßen Humor eines Sohnes, der stoisch versucht, Deutscher zu werden. Dmitrij Kapitelman kann für Lesungen angefragt werden.

Beim Streetkick können sich junge Balltalente austoben. Jeder und Jede kann mitmachen, unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Alter und Fähigkeiten. Foto: Caritasverband Arnsberg-Sundern

Streetkick gilt als moderne und inklusive Form des Straßenfußballs, bei der sich junge Balltalente austoben können und bei der, unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Alter und Fähigkeit, jeder und jede mitmachen kann. In Arnsberg im Sauerland organisierte der Caritasverband zur Interkulturellen Woche einen solchen Sporttag - mit großem Erfolg.

Bischof Emmanuel von Christoupolis, Landesbischöfin Heike Springhart und Erzbischof Stephan Burger (v. l.) hielten eine Trialog-Predigt. Foto: ÖVA

Beim ökumenischen Open-Air-Gottesdienst zur bundesweiten Eröffnung der Interkulturellen Woche am 25. September 2022 in Heidelberg hielten Erzbischof Stephan Burger, Bischof Emmanuel von Christoupolis und Landesbischöfin Heike Springhart eine Trialog-Predigt zur Manna-Geschichte und ihren aktuellen Bezügen.

Videos

Video-Übersicht

Ein Filmteam hat drei Jugendliche in Elzach über den Sommer begleitet, die aus anderen Ländern in die Schwarzwald-Stadt gekommen sind. Sie erzählen von ihrem Weg nach Deutschland, vom Ankommen, ihrem Leben in Elzach und ihren Träumen für die Zukunft. Absolut sehenswert! Kompliment an das Jugendreferat Elzach und Danke an alle Unterstützer und Sponsoren der Produktion.

Mit einem stimmungsvollen Gottesdienst unter freiem Himmel mit vielen Beiteiligten wurde am 25. September in Heidelberg bundesweit die Interkulturelle Woche 2022 eröffnet. Beim anschließenden Empfang im Rathaus der Stadt las der Autor Dmitrij Kapitelman aus seinem 2021 veröffentlichten autobiografischen Roman "Eine Formalie in Kiew".

Bei der bundesweiten Online-Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche 2022 referierte Markus Lewe, Oberbürgermeister von Münster und Präsident des Deutschen Städtetages, "Zur Bedeutung von Kommunen beim Eintreten für Menschenrechte und Teilhabe". Den Nachbericht und die Materialsammlung zur Tagung finden sie hier

Hefteinträge

Die Ampel-Koalition will den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft erleichtern. Darüber gibt es Diskussionen.
Ankommen und bleiben

Die Ampelkoalition will die Einbürgerung nichtdeutscher Mitbürger*innen erleichtern. Oder zumindest Teile davon. Gedanken zu den abstrusen Diskussionen um die Reform des Staatsbürgerschaftsrecht von einem, der das Ganze vom Spielfeldrand aus beobachtet. Denn er besitzt die Staatsbürgerschaft (noch) nicht.

Viele Plätze und öffentliche Gebäude - wie hier in der Schweizer Stadt Dübendorf - waren in der Hochzeit der Corona-Pandemie gesperrt oder geschlossen. Foto Claudio Schwarz on Unsplash
Vielfalt gestalten

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte besonders stark getroffen, das zeigt eine neue Studie. Im Interview erläutern die Autorinnen Sonja Reinhold und Petra Bendel die Ergebnisse und die Handlungsempfehlungen, die sie aus ihren Erkenntnissen ableiten.

Flucht und Migration

Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland hat bei ihrer Tagung vom 6. bis 9. November in Magdeburg mehrere wegweisende Empfehlungen zur Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft und zur Aufnahme Geflüchteter in Deutschland und Europa gefasst. Unter anderem wird die Schaffung eines Partizipationsgesetzes begrüßt.